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Am Abend des 21. April 1945 begann die letzte Etappe auf dem Wege der Befreiung Berlins von der Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus. Die ersten sowjetischen Einheiten der 5. Stoßarmee unter dem Befehl von Generaloberst Nikolai Erastowitsch Bersarin überschritten in der Nacht zum 22. April 1945 bei Marzahn die Stadtgrenze. Die Rote Armee kämpfte sich von allen Seiten ins Zentrum vor bis am 2. Mai 1945 Berlin endgültig kapitulierte. Mit der Befreiung der Hauptstadt war das Ende der Nazi-Diktatur nur noch eine Frage von Tagen.

Marcus Gutsche, seines Zeichens bis zum Verbot 2005 Mitglied der militanten und neonazistischen "Kameradschaft Tor" in Lichtenberg, und anschließend in Greifswald "Anti-Antifa"-Fotograf, ist seit letztem Monat Büromitarbeiter der lokalen AfD. Erneut zeigt sich, dass die AfD nicht nur absolut keine Berührungsängste mit Neonazis hat - selbst dann wenn diese Mitglieder in verbotenen Organisationen waren- sondern dass diese auch problemlos Mitglied in der AfD werden können. Der AfD-Kreisvorstand Vorpommern-Greifswald beschloss Ende 2018 trotz der bekannt gewordenen Umstände, einen Partei-Aufnahmeantrag von Gutsche positiv zu entscheiden.

Ende November 2018 wurde die Nazikneipe "Sturgis" durch militante Antifaschist_innen angegriffen. Die Kneipe ist seit vielen Jahren Treffpunkt der Berliner Naziszene im Weitlingkiez. Sie ist eines der letzten Überbleibsel von neonazistischer Infrastruktur in Lichtenberg. An dieser Stelle möchten wir den Artikel von indymedia dokumentieren.

Morgen findet die Fête de la Musique statt. Teilnehmen wird auch der Wartenberger Hof, dessen Besitzer die Vermietung an den extrem rechten Rand der AfD für einen demokratischen Grundsatz hält. Nur Druck von oben stoppt ihn. Für uns stellt sich die spannende Frage, wie sein Beitrag bei der Fête wäre, wenn er drucklos wäre. Hier vielleicht die Antwort...

Am 21. Juni findet wie immer die Fête de la Musique in Berlin statt. In diesem Jahr ist der Bezirksfokus auf Lichtenberg gerichtet. In unserem Bezirk ewird der Wartenberger Hof (Woldegker Str. 5, 13059 Berlin) ein Gastgeber für Musikinteressierte sein. Während es im Aufruf zur Auftaktveranstaltung am 20. Juni 2018 im Theater an der Parkaue heißt, dass "[d]ie kreative Kraft der Musik, die Menschen verbindet, Grenzen überwindet, Zusammenhalt stärkt und einfach nur Spaß macht", wurde der Wartenberger Hof zuletzt durch ganz andere Töne bekannt.

Am 8. Mai 2018 steht der 73. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus an. In Lichtenberg und Berlin finden eine große Anzahl von antifaschistischen Veranstaltungen statt, die wir euch nahe legen wollen.
Eine Veranstaltung müssen wir dieses Jahr nicht mehr bewerben. Die Gegenproteste gegen den jährlichen NPD-Aufmarsch am Museum Karlshorst finden nicht statt. Die NPD hat nach mehreren Jahren von peinlichen und traurigen Kundgebungen mit einer Handvoll von Nazis kapituliert.

Aktuell berichtet Robert Klages im Tagesspiegel-Newsletter zum Bezirk Lichtenberg mehrmals über die AfD. Wir möchten euch die Artikel nicht vorenthalten.

Seit der Wende machen Kneipen und Gaststätten in Lichtenberg Geld, indem extrem Rechte und Rassist_innen Veranstaltungen in ihren Räumlichkeiten durchführen dürfen. Fortgesetzt wurde dies an diesem Wochenende durch den Wartenberger Hof in Wartenberg (Woldegker Str. 5, 13059 Berlin).

Für den 14. April 2018 kündigte der völkisch-nationale Flügel (Eigenbezeichnung: "Der Flügel") und damit der rechte Rand der AfD eine Veranstaltung mit dem Namen "Wartenberger Fest" in Berlin an. Ein genauer Ort wurde nicht benannt.

Mit dem gleichen festen Glauben glauben drittklassische Hobbypolitiker wie "BÄRGIDA-Woldeit", dass sie kurz vor der Karriere als Law-and-Order-Innensenator stehen.
Ähnlich glaubensstark beweist sich die AfD nach dem Abweisen ihres Lichtenberger Stadtrates von einem Gedenken für die Opfer des deutschen Faschismus. Sie denken, dass sie trotz zahlreicher systematischer Einzelfälle, in denen hohe oder lokale Funktionäre der AfD NS-Gedenken torpediert und die Verbrechen relativiert haben, die richtigen Ansprechpartner in puncto NS-Gedenken sind.

Mut zur Wahrheit bewies am 27. Januar der Lichtenberger AfD-Stadtrat Elischewski nicht. Ansonsten wäre ihm schnell klar geworden, dass ein AfDler auf einem Gedenken an die Opfer des Holocausts keine Glaubwürdigkeit entfalten und schon gar nicht zu Begeisterungsstürmen bei anderen Teilnehmenden führen kann.


Am 27. Januar 2018 ist erneut der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Auch in Lichtenberg finden traditionell Gedenkveranstaltungen statt, die auch durch das Lichtenberger Bezirksamt organisiert werden.
In diesem Jahr will der AfD-Stadtrat Elischewski um 11 Uhr an der Gedenktafel Fennpfuhl den Opfern gedenken. Dies ist definitiv eine Provokation. Die AfD steht nicht für ein glaubhaftes Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. In zahlreichen systematischen "Einzelfällen" hat die Partei bewiesen, dass hohe und kommunale Funktionäre nicht nur die aktuelle Gedenkpolitik ablehnen, sondern auch Verbrechen relativieren. Dies kann in der AfD ohne Konsequenzen realisiert werden. Daran ändert auch nicht die Aktion des Lichtenberger AfD-Stadtrates. Möchte er glaubhaft den Opfern des NS gedenken, sollte er zu allererst die AfD verlassen. Die AfD steht für ein revisionistisches NS-Gedenken, das sich im Hauptteil an den Tätern orientiert.