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Die Berliner „Alternative für Deutschland“ will am Sonntag, den 13. März 2016 ihren Landesparteitag mit anschließender Wahlparty im A&O-Hostel Kolumbus (Genslerstr. 19) gleich neben einer Geflüchtetenunterkunft durchführen.Letzte Woche wurden sie von einem anderen A&O-Hostel in Mitte nach Bekanntwerden wieder ausgeladen.

[UPDATE] Für Montag den 29. Februar 2016 ruft die Berliner NPD zu einem Aufmarsch in Hohenschönhausen (am S-Bahnhof Wartenberg) auf. Die Veranstaltung ist Teil der NPD- Hetzkampagne „Asylflut stoppen!“, zu deren Aufmärschen sich seit Ende 2015 Nazis aus allen Bezirken und dem Berliner Umland versammeln. Die NPD-Aufmärsche in Johannisthal und Weißensee konnten bereits erfolgreich gestoppt werden. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass das so bleibt.

Vor einiger Zeit wurde durch Zeitungsberichte bekannt, dass am Hagenower Ring in Hohenschönhausen eine Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete enstehen soll. Die Wohnungsbaugesellschaft Howoge soll Betreiber der Einrichtung werden.
Aus diesem Grund tauchten in den letzten Tagen im dortigen Wohngebiet Handzettel und Aushänge auf, die anonym zum 2. Februar 2016 zu einer "Bürgerversammlung" im Innenhof des Hagenower Rings eingeluden.

In der Konrad-Wolf-Straße soll eine neue Einrichtung für Geflüchtete entstehen. Die NPD organisierte kurzfristig am 21. Oktober 2015 eine Kundgebung. Die NPD Lichtenberg schreibt im Nachgang an ihre Kundgebung in Hohenschönhausen stolz, dass sie 40 Menschen auf ihre Kundgebung gebracht hätte, und nicht nur 10, wie die Antifa vorher vermutet hätte. Sie feiern das, als hätten sie einen relevanten Teil der Hohenschönhausener_innen erreicht (Einwohner_innenzahl: ca 100.000). "Wir sind das Volk", ja klar.

Wegen einer Neonazi-Demonstration in Schönefeld ist am Morgen des 17. Oktober 2015 ein Zug mit Geflüchteten zum Bahnhof Lichtenberg umgeleitet worden. Ursprünglich hatten die rund 550 Flüchtlinge wie sonst am Bahnhof Schönefeld ankommen sollen.

Es ist inzwischen fast schon Routine: Wenn sich irgendwo im Bezirk Neonazis ankündigen, sind mindestes 60 Antifaschist_innen und Anwohner_innen da und empfangen sie lautstark. Es wird so lange geblieben, bis die Nazis ungehört wieder weiterfahren und zeigen so, dass Rassismus und Nazihetze hier nicht erwünscht sind.

Am 24. August 2015 fand in Falkenberg ein Tag der offenen Tür im zukünftigen Conatinerdorf statt. Etwas mehr als 300 Menschen kamen zum noch nicht eröffneten Containerdorf für Geflüchtete in Falkenberg und nutzten die Gelegenheit, sich das Heim von innen anzuschauen. Schon heute brachten mehrere Personen Spenden für die bald einziehenden Bewohner_innen vorbei. Das Feedback der Teilnehmenden war - bis auf ein paar laute Personen - überwiegend positiv.

Am 18. August 2015 versuchte sich der NPDler Jens Irgang erneut an einem Aufmarsch in Hohenschönhausen. Großzügig geschätzt kamen 18 Neonazis, die auf dem Fußweg durch Hohenschönhausen krochen. Dem gegenüber standen knapp 70 Antiraschist_innen entgegen, die an zwei Protestkundgebungen teilnahmen.

Mehr als 200 Menschen gingen am 23. Juli 2015 gegen Rassismus in Weißensee und Hohenschönhausen auf die Straße. Die Demonstrant_innen reagierten damit auf drei rassistische Angriffe in der Gegend in den letzten zwei Monaten. Am Rande kam es zu Pöbeleien und einem versuchten Angriff mit einem Baseballschläger. Die Demonstrant_innen solidarisierten sich auch mit den Bewohner_innen eines lokalen Flüchtlingsheims.

Der Lichtenberger Kreisverband von Pro Deutschland kann es nicht lassen. Erneut marschieren Mitglieder des Kreisverbandes gemeinsam mit NPD und anderen Neonazis. Am 13. Juli 2015 fand der 28. BÄRGIDA- Aufmarsch statt, an dem traditionell eine krude Mischung aus Neonazis, Rassisten, Hooligans, Verschwörungstheoretikern und Rechtspopulisten teilnehmen. Auch Moritz Elischer - Mitglied des Lichtenberger Kreisvorstandes - besuchte die Veranstaltung. Zuvor wurde für eine Teilnahme an dem Aufmarsch auch auf der Lichtenberger Facebook-Seite von Pro Deutschland geworben.

Am 16. Juni 2015 versuchten die Nazis rund um die NPD erneut gegen die geplante Flüchtlingsunterkunft mobilisieren. Wie auch die letzten Mal war die Aktion erneut ein Griff ins Klo. Ganze 23 Neonazis, angeführt von Jens Irgang mit Megafon, hielten ihre Anti-Flüchtlings-Demonstration durch Hohenschönhausen auf dem Bürgersteig ab. Um auf diese 23 Personen zu kommen, hatten sie Neonazis aus Pankow, Marzahn und Lichtenberg herangekarrt. Die begleitende Polizei war so zahlreich, dass jeder Neonazi von zwei Beamt_innen links und rechts an die Hand hätte genommen werden können.