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Mehr als 200 Menschen gingen am 23. Juli 2015 gegen Rassismus in Weißensee und Hohenschönhausen auf die Straße. Die Demonstrant_innen reagierten damit auf drei rassistische Angriffe in der Gegend in den letzten zwei Monaten. Am Rande kam es zu Pöbeleien und einem versuchten Angriff mit einem Baseballschläger. Die Demonstrant_innen solidarisierten sich auch mit den Bewohner_innen eines lokalen Flüchtlingsheims.

Der Lichtenberger Kreisverband von Pro Deutschland kann es nicht lassen. Erneut marschieren Mitglieder des Kreisverbandes gemeinsam mit NPD und anderen Neonazis. Am 13. Juli 2015 fand der 28. BÄRGIDA- Aufmarsch statt, an dem traditionell eine krude Mischung aus Neonazis, Rassisten, Hooligans, Verschwörungstheoretikern und Rechtspopulisten teilnehmen. Auch Moritz Elischer - Mitglied des Lichtenberger Kreisvorstandes - besuchte die Veranstaltung. Zuvor wurde für eine Teilnahme an dem Aufmarsch auch auf der Lichtenberger Facebook-Seite von Pro Deutschland geworben.

Am 16. Juni 2015 versuchten die Nazis rund um die NPD erneut gegen die geplante Flüchtlingsunterkunft mobilisieren. Wie auch die letzten Mal war die Aktion erneut ein Griff ins Klo. Ganze 23 Neonazis, angeführt von Jens Irgang mit Megafon, hielten ihre Anti-Flüchtlings-Demonstration durch Hohenschönhausen auf dem Bürgersteig ab. Um auf diese 23 Personen zu kommen, hatten sie Neonazis aus Pankow, Marzahn und Lichtenberg herangekarrt. Die begleitende Polizei war so zahlreich, dass jeder Neonazi von zwei Beamt_innen links und rechts an die Hand hätte genommen werden können.

Am 9. Mai 2015 fand in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf eine antifaschistische Fahrrad-Rundfahrt statt. An der Aktion beteiligten sich mehr als 35 Menschen.

Am 8. Mai 2015 wollte die NPD eine "Trauerkundgebung" vor dem Deutsch-Russischen Museum in Karlshorst durchführen. Daraus wurde nichts. Nicht mal für eine mickrige Volksfront reichten die maximal 45 Neonazis, die aus ganz Berlin und Brandenburg angekarrt worden sind. Vor Ort erwartete das letzte Aufgebot der organisierten Rechten ein Käfig in einer Nebenstraße und etwa 120 Gegendemonstrant_innen. Diese begleiteten die Kundgebung lautstark und kreativ. Die Außenwirkung lag bei null. Die Stimmung bei den Gegendemonstrant_innen war umso höher.

Für den 8.Mai 2015 um 18.00 Uhr haben Nazis eine Kundgebung vor dem Deutsch-Russischen Museum in Karlshorst (Zwieseler Straße 4) angemeldet. Sie wollen damit erneut die Feierlichkeiten zum Tag der Befreiung stören. Dies wollen wir verhindern. Wir rufen deshalb alle Menschen dazu auf, um 18.00 Uhr nach Karlshorst zu kommen und zu zeigen, dass Nazis an diesem und an allen anderen Tagen nichts auf den Straßen zu suchen haben.

Für eine erneute Kesselschlacht!
Die Nazis zur Kapitulation bringen!

Ab 10.00 Uhr gibt es zudem ein interessantes Programm im Deutsch-Russischen Museum. Es lohnt sich also doppelt, dorthin zu kommen.

Mehr als 1000 Menschen haben am 1.Mai 2015 den Weg nach Hohenschönhausen gefunden, um mit uns auf der antifaschistischen Demonstration und dann bei den Protesten gegen die NPD klare Kante gegen Rassismus und Neonazis zu zeigen.
Hätte man uns vor 15 Jahren gesagt - als wir mit etwa 100 Antifaschist_innen gegen den zentralen bundesweiten NPD-Aufmarsch in HSH mit mehr als 1000 Neonazis protestierten - dass wir 2015 bei uns im Bezirk mit 1000 Antifaschist_innen gegen 40-50 Neonazis vorgehen würden, wir hätten abgewunken. Es hat sich viel zum besseren gewendet. Neonazis können in Berlin nirgendwo mehr ungestört ihre rassistische Hetze auf die Straße tragen. Dass sie trotzdem weiter gefährlich bleiben, zeigen nicht zuletzt der Angriff der Neonazis auf das Mai-Fest in Weimar oder die fast täglichen Attacken von Rassist_innen auf Flüchtlingsheime im Bundesgebiet. Es gibt noch viel zu tun. Vielen Dank allen, die das immer wieder möglich machen.

[Update 26.04.2015] Alle Jahre wieder versucht die Berliner NPD rund um den 1.Mai auf sich aufmerksam zu machen. Wie in der letzten Woche bekannt wurde, plant die Nazipartei in diesem Jahr zwei Kundgebungen – eine ab 12:00 in Hohenschönhausen an der Zingster Straße Ecke Falkenberger Chaussee (Nahe S Hohenschönhausen) und im Anschluss eine in Marzahn am Ahrensfelder Platz (nahe S Ahrensfelde). Nicht nur mit den Orten, auch mit Motto „Asylbetrug macht uns arm – Soziale Absicherung für das eigene Volk“, schließen die Neonazis an die rassistischen Proteste der letzten Monate in den Berliner Randbezirken an.
Aber wir werden nicht tatenlos zusehen, wenn Nazis in Berlin auf die Straße gehen wollen. Deswegen kommt alle am 1.Mai ab 11:00 zum S-Bhf Hohenschönhausen für eine gemeinsame antifaschistische Demonstration und anschließend nach Marzahn. Nutzen wir die kämpferische Stimmung der Tage um den 1.Mai, um der NPD und ihren Kadern eine deftige Abfuhr zu verpassen. Kein Fußbreit den Rassisten!

In den letzten Wochen sind im Gebiet um die "Flüchtlings-Turnhallen" in Neu-Hohenschönhausen Hunderte von antirassistischen Broschüren verteilt worden. Die Hefte informieren u.a. über Flüchtlingsursachen, die "Festung Europa" und rassistische Positionen in der Bevölkerung. Sie sollen gezielt einen Contrapunkt gegen die rassistische Hetze von NPD, Pro Deutschland und anderen Rassist_innen setzen.



Am 21. März 2015 hat die Hohenschönhausener Bewegung "besorgter Bürger" die Maske fallen lassen. Die Anti-Flüchtlings-Kundgebung in der Grevesmühlener Straße - wie immer von dem Lichtenberger NPDler Jens Irgang angemeldet - war eine reine NPD-Kundgebung und fand im Rahmen einer Rundfahrt des Berliner NPD-Vorsitzenden Sebastian Schmidtke und 8-9 weiterer Neonazis durch Rudow, Köpenick und Hohenschönhausen statt.
In Hohenschönhausen gesellten sich noch 5 Hohenschönhausener Neonazis dazu. Das ist das Resultat von drei Monaten rassistischer Mobilisierung im Bezirk. Damit wurde die Reihe von Kleinstkundgebungen mit maximal 20 Personen fortgesetzt.

Am 4. März 2015 versuchten sich erneut Neonazis und Rassist_innen rund um den NPD-Aktivisten Jens Irgang an einen Aufmarsch gegen die Unterkünfte von Geflüchteten. Aufgrund der mageren Ausbeute bei den Teilnehmer_innenzahlen der letzten Rassist_innenaufmärsche wurde die Aktion nach Pegida-Vorbild als "kreativer Familienspaziergang gegen Überfremdung" neu gelabelt. Kurzum wurden Gewaltausrufe und Alkohol verboten. Dies reduzierte noch einmal die Zahl der Teilnehmer_innen. Statt der 25 Personen vom letzten Mal fanden sich vor dem roten Netto nur noch 15 Rassist_innen ein.