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Wie gestern bekannt wurde, hat die Vermieterfirma des Hauses, in dem sich der Naziladen "Horrido" befindet diesem gekündigt und eine Räumungsklage eingeleitet. Eine Woche zuvor hatte als Höhepunkt der Proteste gegen den Laden eine antifaschistische Demonstration mit mehr als 700 Teilnehmern stattgefunden.

"Die größte öffentliche Naziveranstaltung im Weitlingkiez seit fast drei Jahren"

Groß war die Kundgebung der Berliner Kameradschaft "Frontbann 24" im Internet angekündigt worden. Selbst das bundesweite Naziportal "Altermedia" warb für die Veranstaltung. Trotzdem schien die Idee, an einem Samstag um 8:00 Uhr eine Kundgebung gegen einen Hanfladen zu machen, der sich in der Nähe einer Grundschule befindet, nicht viele Neonazis zu ziehen. Weder war der Hanfladen geöffnet, noch trifft man einen einzigen Grundschüler um diese Zeit. So waren dann kurz vor 8:00 Uhr lediglich die drei bekannten "Frontbannler" Gesine Hennrich, Ronny Schrader und Bodo Dreisch vor Ort. Weitere 30 Neonazis kamen gemeinsam um 8:10 Uhr am Kundgebungsort an. Sie standen dort, schweigend, ohne Transparente die nächsten zweieinhalb Stunden in einer abgeschiedenen Ecke des Bahnhofsvorplatzes (der sogenannten "Pipiecke") umringt von einem Hamburger Gitter und Bullenwagen. Selbst Hennrich und Schrader wurde es irgendwann zu langweilig. Sie verbrachten die restliche Zeit in einem "Snackshop" im Bahnhof.

 

Zwischen 700 und 900 Menschen nahmen am Samstag an einer Demonstration gegen die Naziläden "Tromsö" (Friedrichshain) und "Horrido" (Lichtenberg) und die Disco "Jeton" teil. Die Demo, die teilweise von einem Doppelspalier der Polizei begleitet wurde, thematisierte neben den Läden Naziaktivitäten in Friedrichshain, Repression gegen linke Aktivist_innen und Möglichkeiten linker Organisierung in den Bezirken.

Nicht nur gegen den Lichtenberger Naziladen "Horrido", sondern auch den "Thor Steinar"-Laden  "Tromsö" (Friedrichshain), sowie den neuen "Doorbreaker" und das die Disco "Jeton" (beide am S-Bhf "Frankfurter Allee") wird es 29. August eine antifaschistische Demonstration geben. Sie wird von antifaschistischen Gruppen aus Lichtenberg und Friedrichshain organisiert.

Date:
Samstag, 29. August 2009 - 15 Uhr - U-Bhf Frankfurter Tor

Auf Indymedia ist derweil ein Artikel zu den aktuellen Entwicklungen rund um den "Horrido" erschienen. Hier geht es zum Indymedia-Artikel.

 

 

 

 

 

 

In der Nacht auf Mittwoch, den 5. August 2009, malten Rechtsextremisten erneut neo-nazistische Symbole an die Kinder- und Jugendeinrichtung „Falkenburg“ im Bezirk Lichtenberg im Gensinger Viertel. Sie hinterließen den Spruch „Wir brechen den Falken die Flügel “.

Bereits mehrere Male wurde das vom Kinder- und Jugendverband SJD – Die Falken betriebene Jugendzentrum Ziel rechtsextremer Aktionen.

Die Falkenburg ist seit über 15 Jahren an diesem Standort und leistet mit ihrer Jugendarbeit einen wichtigen Teil zur Entwicklung der Kinder und Jugendlichen in einem sozial schwierigen Kiez. Die Falkenburg steht für Demokratie und Toleranz und dieser erneute Angriff auf die Einrichtung zeigt, dass sie mit ihrer Arbeit auf dem richtigen Weg ist, denn sie ist den Neonazis ein Dorn im Auge.

Nach dem Bruch des sog. "Deutschlandpakts" und dem damit verbundenen Zerwürfnis zwischen NPD und DVU (siehe unser Beitrag: "7. Juli 2009 - Deutschlandpakt zerbrochen - Was passiert mit der DVU in Lichtenberg?") scheint der DVUler Torsten Meyer jetzt die Konsequenz zu ziehen.

Am 27. Juni 2009 kündigte die NPD den sog. Deutschlandpakt zwischen den beiden neonazistischen Parteien NPD und DVU auf. So will die NPD bei der Brandenburgwahl im Gegensatz zu Absprachen mit der DVU antreten.

Der Lichtenberger BVV-Verordnete Jörg Hähnel war am vergangenen Samstag (16.5.2009) an der Organisation und Durchführung einer neonazistischen Veranstaltung im Brandenburgischen Wietstock nahe Ludwigsfelde beteiligt. Bei dieser spach ein ehemaliges Mitglied der SS zu ca. 60 bis 80 Neonazis aus Berlin und Brandenburg.

 

Unauffällig sieht er aus, der kleine Laden in der Straße Alt-Friedrichsfelde 98, 10315 Berlin mit dem Namen "Horrido". Am 8./9.Mai 2009 soll der Laden, dessen Sortiment unter anderem aus Kleidungsstücken der rechtsextremen Kleidungsmarke "Erik & Sons" besteht, mit Bratwurst und Freibier eröffnet werden. Auf den Materialien zur Eröffnung wird zudem für die Hooliganband "Kategorie C - Hungrige Wölfe" geworben. Ein Teil der Musiker sind selbst nach Einschätzung des niedersächsischen Verfassungsschutzes dem rechtsextremen Spektrum zugetan.

Die Berliner Polizei ist in der Nacht zum 22. Februar 2009 gegen ein Konzert der Band “Preussenstolz” vorgegangen. Rund 240 Polizeibeamte durchsuchten laut Medienberichten während des Konzerts das Clubhaus "Walhalla92" in der Hauptstraße 16-18 in Lichtenberg. Insgesamt seien 40 Platzverweise erteilt, vier Strafverfahren eingeleitet und ein bestehender Haftbefehl vollstreckt worden.
Laut einem Bericht der Berliner Morgenpost wurde ein Fotograf der Zeitung von Neonazis bedroht. Durch das Eingreifen von Bereitschaftspolizisten blieb er unverletzt.

Das Clubhaus von Walhalla92 war schon in der Vergangenheit dadurch aufgefallen, dass Neonazis an Veranstaltung wie den jährlichen "Nordmann Parties" teilnahmen.

Wenn das erste Lichtlein brennt... Antifa-Event statt Nazi-Advent!
 
Seit 2003 marschieren pünktlich zur Weihnachtszeit hunderte Nazis durch Berlin, um für ein sogenanntes „Nationales Jugendzentrum werben. Auch in diesem Jahr bleibt uns dieser Naziaufmarsch nicht erspart.

Daher rufen antifaschistische und linksradikale Gruppen dazu auf, den Naziaufmarsch am 6. Dezember 2008 in Berlin zu verhindern! Durch zahlreichen, vielfältigen und lautstarken Widerstand wollen wir gemeinsam die Route der Nazis blockieren. Machen wir den neonazistischen Ausflug zu einem Desaster!