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Fremdenfeindliche Attacke im Lichtenberger Ortsteil Rummelsburg: Erst beleidigen Unbekannte eine Deutschtürkin und einen Türken, dann lassen sie ihren Pitbull los. Eine brutale Attacke hat sich am Freitagabend im Lichtenberger Ortsteil Lichtenberg ereignet: Zwei Unbekannte beleidigten eine Deutschtürkin und einen Türken, wurden erst selbst gewalttätig und jagten dann ihren Hund auf sie. Körperlich trugen die beiden Opfer wenigstens nur leichte Verletzungen davon.

Er nannte Homosexuelle eine „degenerierte Spezies“. Er schrieb über Schwule und Lesben von „Gendefekt, degeneriert, egal wie man es dreht, es ist schlicht und ergreifend widernatürlich“. Er ließ verlauten, dass es schon Sinn habe, „dass sich Homosexuelle nicht vermehren können, so löscht die Natur Fehler im Programm“.

Der Berliner AfD-Politiker Kay Nerstheimer soll Homosexuelle als „degenerierte Spezies“ bezeichnet haben. Vor Gericht schwieg er.
Wegen rechtslastiger Sprüche ausgerechnet aus der AfD zu fliegen, ist ohne Zweifel eine reife Leistung. Kay Nerstheimer, Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus hat das tatsächlich geschafft. Seine rechtsextremen Tiraden kosteten den 53-Jährigen nicht nur die Mitgliedschaft in der AfD-Fraktion, sie brachten ihm auch eine Anklage der Generalstaatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung ein. Am Freitag begann sein Prozess vor dem Amtsgericht Tiergarten.

Doch keine "Fake News"? Der AfD-Vize im Abgeordnetenhaus wehrt sich gegen Bärgida-Vorwurf des SPD-Politikers Hönicke - und verliert vor Gericht.

Hat der AfD-Politiker Karsten Woldeit an einer Kundgebung der rechten Bärgida-Bewegung teilgenommen? Er selbst hatte zuletzt von "Fake News" gesprochen. Doch das Landgericht Berlin hat nun geurteilt: Er hat teilgenommen, ob er selbst es bezweifelt oder nicht. Der Vize-Chef der Berliner AfD-Fraktion hatte stets beteuert, lediglich zufällig am Ort der Kundgebung gewesen zu sein und sogar kurzfristig eine Einstweilige Verfügung gegen den SPD-Politiker Kevin Hönicke erwirkt.

Die AfD Berlin distanziert sich von rechten Bewegungen wie Bärgida und "Merkel muss Weg". Einige Parteimitglieder laufen jedoch bei den Demonstrationen mit.

Wie steht die AfD zu Bärgida? Während sich der Berliner Landesverband von der rechten Bewegung distanziert, nehmen andere AfD-Politiker an deren Kundgebungen teil. Etwa der Lichtenberger Bezirksverordnete Heribert Eisenhardt, von dem immer mal wieder Bilder auf linken Blogs auftauchen, die ihn auf einer Veranstaltung von rechten Organisationen zeigen. Eisenhardt hat dies ein Ordnungsverfahren eingebracht: Er musste sein Vorstandsamt abgeben und darf zwei Jahre lang keine Ämter bekleiden. Das hat das Landesschiedsgericht entschieden. In der Partei bleiben darf er aber. Er ist für seine Fraktion unter anderem im Ausschuss für Integration tätig.

Am Mittwochabend haben mehrere schwarz gekleidete Personen Steine und Gläser gegen das Schaufenster der Kneipe "Zapfhahn No 88" geworfen. Der Name des Lokals an der Konrad-Wolf-Straße 88 in Hohenschönhausen soll nicht nur auf die Hausnummer zurückgehen. In rechten Kreisen steht diese Zahlenkombination als Synonym für "Heil Hitler".

Frank Elischewski präsentiert sich bei Befragung durch Bezirksverordnete moderat

Die Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung stimmte am Donnerstag knapp für den AfD-Kandidaten Frank Elischewski als Stadtrat. Während er im ersten Wahlgang deutlich durchfiel, votierten im zweiten Wahlgang 18 Bezirksverordnete für ihn. Es gab 17 Gegenstimmen und 13 Enthaltungen. Da die AfD-Fraktion nur zwölf Mandate hat, votierten demnach sechs Verordnete anderer Parteien für ihn.

Vor wenigen Wochen scheiterte die AfD damit, ihren Kandidaten Frank Hebold durchzusetzen. Nun hat die BVV Lichtenberg AfD-Mann Frank Elischewski zum Stadtrat gewählt. Ihm reichten 18 Ja-Stimmen.

Nachdem Wolfgang Hebold als Stadtratskandidat in zwei Wahlgängen abgelehnt wurde, hat die AfD nun Frank Elischewski nominiert. Nach Angaben des stellvertretenden AfD-Fraktionsvorsitzenden arbeitet dieser beim BND.

Unter den Kandidaten, die die AfD für die Posten der Stadträte in den Bezirken nominierte, war Wolfgang Hebold fast schon ein Prominenter. Wegen antiislamischer Thesen auf seiner Web-Seite hatten im Sommer drei Berliner Hochschulen die Verträge mit dem Statistik-Dozenten nicht verlängert. Dass Hebold an diesem Donnerstag in der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg zum Stadtrat gewählt wird, ist inzwischen fast ausgeschlossen.


Einen Tag vor der konstituierenden Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung in Lichtenberg sorgt die AfD für den ersten Eklat. Am Mittwoch wurden die BVV-Fraktionen darüber informiert, dass die AfD Wolfgang Hebold als ihren Bezirksstadtrat nominieren wird. Der Posten steht ihr aufgrund des Wahlergebnisses zu. Über die Besetzung wird erst auf der Sitzung im November abgestimmt, aber die AfD-Ankündigung sorgte für Unmut bis Entsetzen bei den anderen Parteien. Ole Kreins, der SPD-Kreisvorsitzende, sagte der Berliner Zeitung: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Sozialdemokraten diesen Kandidaten unterstützen werden.“